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Isa Erzi Sachverständigenbüro für Bauwesen

Die Wand ist feucht, der Schimmel kommt immer wieder – woher kommt das Wasser?

Schimmel ist kein Befund, sondern die Folge von zu viel Feuchte an einer Oberfläche. Woher diese Feuchte stammt – aus der Raumluft, von außen, aus dem Erdreich oder aus einer undichten Leitung –, entscheidet darüber, was hilft und wer dafür verantwortlich ist. Ich stelle die Ursache baulich fest: mit Messungen, nicht mit Vermutungen.

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Anrufen: +43 699 130 488 76 Fotos und Unterlagen per E-Mail schicken

Zuerst war es ein grauer Schatten in der Zimmerecke. Sie haben ihn weggewischt, später überstrichen, und nach ein paar Wochen war er wieder da. Vielleicht ist es auch die Kellerwand, an der der Putz abblättert, oder ein feuchter Streifen über dem Fußboden. Die eine Seite sagt, es liege am Lüften, die andere, am Haus.

Beides kann stimmen. Genau deshalb hilft es nicht, weiter zu wischen und zu streichen: Solange die Feuchtequelle nicht bekannt ist, wird nur das Symptom behandelt – und der Streit darüber, wer zuständig ist, lässt sich ohne Messung nicht entscheiden.

Woher die Feuchte kommen kann

In der Praxis gibt es fünf Quellen, die einzeln oder gemeinsam auftreten: Tauwasser aus der Raumluft, Wasser von außen, Feuchte aus dem Erdreich, Leitungswasser und Restfeuchte aus dem Bau. Jede hinterlässt ein anderes Bild – und jede verlangt eine andere Lösung.

QuelleTypisches BildWorauf es ankommt
Tauwasser (Kondensat)Schimmel in Außenecken, hinter Möbeln, an Fensterleibungen; vor allem im WinterOberflächentemperatur, Wärmebrücken, Raumklima, Lüftung und Heizung
Wasser von außenFeuchte nach Regen, an der Wetterseite, unter Fensterbänken, an AnschlüssenFassade, Putz, Anschlüsse, Fensterbänke, Dachentwässerung
Feuchte aus dem ErdreichFeuchtezone und Ausblühungen im Sockel und an Kellerwänden, meist von unten nach oben abnehmendAbdichtung erdberührter Bauteile, Sockelausbildung, Spritzwasser, Gelände
Leitungswasserörtlich begrenzte, oft zunehmende Durchfeuchtung unabhängig vom WetterLage von Leitungen, Verlauf der Feuchte, Leckortung durch Fachfirma
BaufeuchteFeuchte in den ersten Jahren nach Neubau oder Sanierung, oft mit Estrich oder PutzTrocknungsverlauf, Belegreife, Bauzeitenplan

„Sie lüften falsch“ – oder liegt es am Gebäude?

Das ist die häufigste Streitfrage, vor allem zwischen Mietern und Vermietern und zwischen Bauherren und Baufirmen. Beantworten lässt sie sich nur, wenn Raumklima und Bauteiltemperaturen gemessen und gegeneinander gehalten werden.

Ein Bauteil, dessen Oberfläche an einer Wärmebrücke deutlich kälter ist als die angrenzenden Flächen, bildet auch bei normalem Wohnverhalten Tauwasser. Umgekehrt kann eine bauphysikalisch einwandfreie Wand schimmeln, wenn dauerhaft sehr viel Feuchte in der Raumluft ist. Welcher Fall vorliegt – oder ob beides zusammenkommt –, zeigt die Messung, nicht die Meinung.

Ob daraus ein Anspruch folgt und wer ihn gegen wen hat, ist eine rechtliche Frage, die Ihr Anwalt oder Ihre Interessenvertretung beantwortet. Meine Feststellung liefert dafür die technische Grundlage.

Wie die Ursache festgestellt wird

Zuerst wird das Schadensbild aufgenommen: wo die Feuchte sitzt, wie sie verteilt ist, wann sie auftritt. Danach wird gemessen – so, dass sich die möglichen Quellen voneinander unterscheiden lassen.

  • Feuchteverteilung im Bauteil über ein Messraster, um zu sehen, ob die Feuchte von innen, von außen, von unten oder von einem Punkt ausgeht
  • Oberflächentemperaturen und Raumklima, bei Bedarf über mehrere Tage aufgezeichnet
  • Thermografie zur Darstellung von Wärmebrücken und Durchfeuchtungen, wenn die Bedingungen es zulassen
  • Sichtprüfung von Fassade, Sockel, Anschlüssen und Dachentwässerung als mögliche Eintrittsstellen
  • bei Bedarf Materialproben, um den tatsächlichen Feuchtegehalt zu bestimmen, statt ihn aus einem Anzeigewert abzuleiten

Oberflächenmessgeräte zeigen einen Anzeigewert, keinen Feuchtegehalt. Für eine belastbare Aussage kommt es deshalb auf die Verteilung der Messwerte an – und dort, wo es darauf ankommt, auf eine Probe.

Was ich nicht beurteile

Ich kläre die bauliche Ursache. Die Bestimmung der Schimmelart und die Frage, ob eine Belastung gesundheitlich bedenklich ist, gehören in ein Labor beziehungsweise zu einer Ärztin oder einem Arzt. Eine undichte Leitung ortet eine darauf spezialisierte Fachfirma.

Wenn sich zeigt, dass eine dieser Untersuchungen nötig ist, sage ich Ihnen das und lege fest, was davor oder danach baulich zu klären ist – damit nicht mehrere Stellen dasselbe untersuchen und keine die eigentliche Frage beantwortet.

Warum Sanieren vor der Ursachenklärung teuer wird

Schimmelentfernung, neuer Anstrich oder eine Innendämmung beseitigen das Bild, nicht die Quelle. Kommt die Feuchte von außen oder aus dem Erdreich, kommt der Schaden zurück – und mit der Sanierung ist oft auch der Zustand verschwunden, an dem sich die Ursache hätte nachweisen lassen.

Steht eine Auseinandersetzung mit einer Baufirma, einem Vermieter oder einem Verkäufer im Raum, sollte der Zustand vorher festgehalten werden. Wie das geht, beschreibe ich unter Beweissicherung.

Was Sie als Ergebnis bekommen

Eine schriftliche Feststellung: wo die Feuchte sitzt, woher sie stammt, welchem Bauteil sie technisch zuzuordnen ist und was eine Sanierung erfordert, die die Ursache beseitigt.

Wenn die Messungen ergeben, dass das Gebäude in Ordnung ist und die Feuchte aus der Nutzung stammt, steht das genauso darin. Eine Feststellung, die nur in eine Richtung ausfallen darf, hilft Ihnen weder in einem Gespräch noch vor Gericht.

Was Sie mir schicken sollten

  • Fotos der betroffenen Stellen, möglichst mit Datum, und eine Übersicht des Raums
  • seit wann das Problem besteht und ob es von Witterung oder Jahreszeit abhängt
  • Baujahr und durchgeführte Sanierungen, etwa neue Fenster oder eine Dämmung
  • Pläne, soweit vorhanden
  • bisheriger Schriftverkehr, frühere Messprotokolle oder Gutachten

Wie erreiche ich Sie?

Am schnellsten telefonisch unter +43 699 130 488 76 oder per E-Mail an info@gericht-gutachter.at. Schicken Sie mir Fotos und zwei, drei Sätze zur Situation – ich sage Ihnen, was das Bild vermuten lässt und ob eine Messung vor Ort sinnvoll ist.

  • Isa Erzi, Mst. Ing., B.A., MBA — Finkenweg 4, 6973 Höchst, Vorarlberg
  • Tätig in ganz Vorarlberg sowie in der Ostschweiz und Liechtenstein
  • Anfrageformular auf der Startseite

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Feuchte an der Fassade hängt oft mit Rissen oder Anschlüssen zusammen – siehe Risse in Fassade, Putz und Sockel und, bei gedämmten Fassaden, Schäden am Wärmedämmverbundsystem. Wollen Sie eine Immobilie kaufen, in der Sie Feuchtespuren gesehen haben: Technische Prüfung vor dem Kauf. Allgemein zu sichtbaren Schäden: Bauschaden feststellen lassen.

Häufige Fragen zu feuchten Wänden und Schimmel

Die Fragen, die Eigentümer, Mieter und Vermieter zu Feuchteschäden am häufigsten stellen: ob es am Lüften liegt, wie die Ursache gemessen wird und wo die bauliche Untersuchung endet.

Liegt Schimmel immer am falschen Lüften?

Nein. Schimmel entsteht, wenn eine Oberfläche über längere Zeit zu feucht ist. Das kann an viel Feuchte in der Raumluft liegen, aber genauso an einer kalten Wärmebrücke, an Wasser von außen, an Feuchte aus dem Erdreich oder an einer undichten Leitung. Welche Ursache vorliegt, lässt sich nur durch Messung feststellen.

Wie wird die Ursache einer feuchten Wand festgestellt?

Durch die Aufnahme des Schadensbildes und durch Messungen: Feuchteverteilung im Bauteil über ein Messraster, Oberflächentemperaturen und Raumklima, bei Bedarf Thermografie und Materialproben. Aus der Verteilung der Feuchte lässt sich ablesen, ob sie von innen, von außen, von unten oder von einem Punkt ausgeht.

Bestimmen Sie auch die Schimmelart oder die Gesundheitsgefahr?

Nein. Ich kläre die bauliche Ursache. Die Bestimmung der Schimmelart gehört in ein Labor, die gesundheitliche Beurteilung zu einer Ärztin oder einem Arzt, die Ortung einer undichten Leitung zu einer Fachfirma.

Soll ich den Schimmel vor der Untersuchung entfernen?

Wenn eine Auseinandersetzung möglich ist, sollte der Zustand vorher dokumentiert werden. Eine Entfernung ohne Ursachenklärung beseitigt nur das Bild; kommt die Feuchte von außen oder aus dem Erdreich, kommt der Schaden zurück.

Helfen Sie auch bei Streit zwischen Mieter und Vermieter?

Ich liefere die technische Feststellung, ob die Feuchte aus der Nutzung oder aus dem Gebäude stammt. Ob daraus ein Anspruch folgt, beurteilt Ihr Anwalt oder Ihre Interessenvertretung.

Wer untersucht Feuchteschäden in Vorarlberg?

Mein Büro ist in Höchst in Vorarlberg. Ich untersuche Feuchteschäden in ganz Vorarlberg, in der Ostschweiz und in Liechtenstein.

Was kostet ein Gutachter für feuchte Wände?

Das hängt davon ab, wie viele Stellen betroffen sind, ob Messungen über mehrere Tage oder Materialproben nötig sind und ob eine kurze Stellungnahme oder ein ausführliches Gutachten gebraucht wird. Ich arbeite nach Stundensatz und nenne Ihnen vor Auftragserteilung eine schriftliche Kostenschätzung; das telefonische Erstgespräch ist kostenlos.

Ab welchem Messwert ist eine Wand feucht?

Einen allgemeingültigen Grenzwert gibt es nicht. Oberflächenmessgeräte zeigen einen Anzeigewert, keinen Feuchtegehalt, und der Wert hängt vom Baustoff ab. Aussagekräftig ist deshalb die Verteilung der Messwerte über ein Messraster und, wo es darauf ankommt, eine Materialprobe, aus der sich der tatsächliche Feuchtegehalt bestimmen lässt.